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Typ-2-Diabetes :  DIABETESGATE-Forum

hat jemand langzeiterfahrung mit humalog?
geschrieben von: mama-monique (IP-Adresse bekannt)
Datum: 22.07.2010 22:52

kurz zu mir...ich bin 30,hab vor 4jahren einer schwere schwangerschaftsdiabetis bekommen, die allerdings nach der geburt meines sohnes im januar 2007 wieder weg war. letztes jahr wurde mit einem hba1c wert von über 9 erneut diabetes diagnostiziert. nun habe ich fast ein jahr lang erst metformin 1000 2mal täglich und später velmetia genommen. nun bin ich vor ein paar wochen entgleist, mein hba1c der anfang des jahres auf 6,2 runter war ist nun bei 8,5 und letzte woche hatte ich einen bz von 24,6 nüchtern. liege nun auf der diabeitsstation und wurde auf humalog eingestellt, ob ich ein basal brauche wird noch getestet. hat jemand von euch erfahrungen damit, nebenwirkungen, oder gar positive? das wäre toll. momentan ist das alles inklusive schulung verdammt viel input für mich und deshalb brauche ich mal ein paar aufbauende wort ;-)

liebe grüße

monique

Re: hat jemand langzeiterfahrung mit humalog?
geschrieben von: mama-monique (IP-Adresse bekannt)
Datum: 22.07.2010 22:54

ich nochmal...nehme nun auch weiter noch zusätzlich 2 mal täglich wieder metformin 1000, ist wohl eine optimale mischung, wenn man spritzt und das nimmt? ist hier noch jemand dem es so geht?

Re: hat jemand langzeiterfahrung mit humalog?
geschrieben von: klausdn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23.07.2010 16:14

hallo,
ich nutze kein metformin, welches aber keinen zusammenhang mit insulin hat/bewirkt/usw. da die beiden auf völlig getrennten wegen wirken.
nutze auch nicht humalog sondern novorapid was aber absolut egal ist, genau wie apidra. alle drei sind kz analoginsuline, und haben einen wirkeintritt nach 15-60 minuten, und eine wirkdauer von 3-4h.
mit einem maximum ca 0,5-1 h nach wirkeintritt.
das was du als "einstellen" bezeichnest wird dir nach dem kh als sinnlos erscheinen , denn alles was dort "eingestellt/festgestellt" worden ist, ist im normalen leben völlig anders. wir sind nun mal keine roboter, sondern menschen. und diese menschen reagieren im alltag völlig anders als in einer klinik.
genauwie du erst danach feststellen wirst ob du basalinsulin brauchst oder nicht.
versuche zz so viel wie möglich know how zu sammeln, und wenn du raus bist. und alles anders ist frage bitte neu.
nur zur beruhigung im alltag nimmt der dm wenn er eingespielt ist wenig zeit in anspruch, (es ist erfahrung)die kommt nur mit der zeit.
auch negative erfahrung, gehört mit zur erfahrung.
aber da es vor dir schon millionen geschafft haben wirst auch du es schaffen, du bist noch jung und flexibel, und aufnahmefähig, für sehr alte menschen ist das nicht ganz so einfach.
mfg. klaus

Re: hat jemand langzeiterfahrung mit humalog?
geschrieben von: mama-monique (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23.07.2010 19:21

ich habe doch eindeutige fragen gestellt und wollte in keinster weise klugsch... fachwissen. dein eintrag hatte null damit zu tun, was mir wichtig war, also völlig sinnlos.

Re: hat jemand langzeiterfahrung mit humalog?
geschrieben von: Jürgen (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24.07.2010 08:02

Moin Mama,

warum so bissig?

Humalog ist das schnellwirkende Analoginsulin, das am längsten auf dem Markt ist. Trotzdem ist es im Blutzucker Senken meistens nicht so schnell, wie Brot und alles mit Mehl, Kartoffeln und Reis und Zucker im Blutzucker Erhöhen. Das Senken ist das einzige, was wir alle an Humalogwirkung gemeinsam haben. Wie viel davon z.B. für eine Scheibe vom selben Brot passt, ist bei uns allen oft sehr verschieden. Das kann eigentlich nur jeder für sich selbst austesten, und das hängt auch sehr viel davon ab, was Du in der Stunde nach dem Essen machst. Allein deswegen kann nur eine grobe Voreinstellung sein, was da jetzt bei Dir im kranken Haus gemacht wird.

Als Nebenwirkung wird bei Insulin oft angegeben, dass das Unterzucker machen kann. Das ist aber eigentlich keine Nebenwirkung vom Insulin, sondern die Hauptwirkung von einer zu großen Dosis. Und auch das ist nicht ganz so einfach. Denn die Dosis, die super gut passt, wenn Du die Stunde nach dem Spritzen und Essen am Computer sitzt, kann sehr viel zu viel sein, wenn Du stattdessen in dieser Stunde für den großen Einkauf durch den Supermarkt rennst oder die Treppe wischst.
Aber keine Angst! Wie das bei Dir am besten in Deinem Alltag funzt, wirst Du schon rausfinden - wenn Du das willst. Aber Du hast ja bestimmt auch gelernt, beim Autofahren je nach Situation verschieden fest und lange auf die Bremse zu treten :-)

Metformin bremst die Leber bei ihrer Zuckerausgabe. Damit die Zuckerversorgung auch dann funktioniert, wenn wir mal ein paar Stunden nicht essen, geben Leber und Nieren immer so viel Zucker aus, dass der Blutzucker gesund unter allen Umständen zwischen um 60-80mg/dl (3,3-4,4mmol/l) verläuft. Diabetisch gestört halt meistens sehr viel mehr, und von diesem Sehrvielmehr kann Metformin ein bisschen bremsen. Auch dabei kann niemand sagen, wie viel. Auch das kann nur jeder für sich austesten.
Und als gerne genommene Nebenwirkung gibt es mit Metformin häufig eine deutlich beschleunigte Verdauung. Deswegen wird eigentlich immer mit einer sehr niedrigen Dosis angefangen und die dann mit dem Eingewöhnen je nach Bedarf und Verträglichkeit erhöht.

Sorry, wenn Dir das jetzt auch zu kompliziert sein sollte. Aber dann hättest Du dir eine einfachere Krankheit aussuchen sollen und dir Dein deutliches HIER bein Diabetes verkneifen müssen ;-(

Bisdann, Jürgen



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